Freitag, 27. Mai (Tag 6)
Hotel Alpina, man schaut an Krachen um Krachen, aber so ein zartes freundschaftliches Licht, Schnupftabak und Stimmengewirr, Dorfjugend, so ein Moped ist der Beweis sämtlicher Freiheiten. Dann unvermittelt Musiker, die staunen und doppelte Espressi und die Dorfkapelle so rund und fein wie ein Stein angespült von Wogen über Jahre hinweg geglättet.
Warten ist kein Zustand, nur Arbeiten ist einer, kann man hier an denen ablesen, die seit Jahrhunderten den Bergen, dem Schnee trotzen, ihnen ein Leben abtrotzen.
(mehr …)


Ob der Teufel diesen Felsbrocken geschleudert hatte, damals vor achthundert Jahren, das ist wohl nicht mehr in Erfahrung zu bringen. Aber, dass man auf solche Geschichten kommt, kann man verstehen, wenn man da unten herumwandert, in der Schöllenenschlucht. Heute ist, nebst meinen virtuellen Mitwanderern, kaum einer hier. Das lässt die Wucht der Natur noch gewaltiger erscheinen. 
nach, durch, um Erstfeld
Das Schwingfest läuft natürlich schon, um sechs ging es los, um neun bin ich da. Alle anderen natürlich schon längst, die Tribünen sind voll, die Schwinger am ackern, die Fahnenträger schreiten gerade ins Festgelände ein. Die Sonne strahlt, der Föhn rast, in kürzester Zeit bin ich voll von Sägemehl, das kratzt überall. Kräftige Jungmänner im Kampf. Lebendpreise: zwei sanfte Kühe, eine Sonntagsstille zum Gottgedenken. Gleich kommt Trixie. GD am morgen