Unsere Reise über den Pass beim Hörpunkt SRF 2!
Eine interaktive Radioperformance von Gesine Danckwart mit

we are the wanderers
...zum analogen Avatar samt Steuereinheit, wann immer wir LIVE sind...
Können wir auch langsam? Wollen wir das? Drei Autorinnen begeben sich auf Entdeckungsreise über, am und um den Mythos Gotthard. Tief unten Schweizer Ingenieurskunst und Tunnelrasen. Wir bummeln drüber weg und Sie mit uns. Gibt es frohe Verweiler? Lebenslang, über Generationen hinweg? Können wir uns hineinheimaten, jenseits vom Immerweiter, eine Transitheimat bauen?
Trixie/ Beatrice Fleischlin ist Avatarin für Sie! Erleben Sie per Stream, was sie erlebt, Gesine Danckwart und Katja Brunner wandern sich in die Schweizer Landheimat hinein und im Transit wieder raus. Jeden Tag schreiben und archivieren wir Sounds, Menschen, Eindrücke und planen mit Ihnen den nächsten Schritt für Schritt für Schritt für Schritt. Nach Oben! Nach Süden! Weiter! Oder doch verweilen?
Der Film zur Wanderung
mehr Videos auf:
https://www.youtube.com/user/ChezIcke
Freitag, 27. Mai (Tag 6)
Hotel Alpina, man schaut an
Krachen um Krachen, aber so ein zartes
freundschaftliches Licht, Schnupftabak und
Stimmengewirr, Dorfjugend, so ein Moped ist der
Beweis sämtlicher Freiheiten. Dann unvermittelt
Musiker, die staunen und doppelte Espressi und die
Dorfkapelle so rund und fein wie ein Stein angespült
von Wogen über Jahre hinweg geglättet.
Warten ist kein Zustand, nur Arbeiten ist einer,
kann man hier an denen ablesen, die seit
Jahrhunderten den Bergen, dem Schnee trotzen, ihnen
ein Leben abtrotzen.
(mehr
…)
Donnerstag, 26. Mai (Tag 5)

Gerade sitzen wir am bübla schwing- Dorffest in
Unterschachingen. Wir sind tief in ein Tal
reingefahren….wir wollten weiterschwingen!Trixie
wandert den Berg hoch. Volksmusik schrammelt seit
Stunden. Ganz ganz ernsthaft sind die Jungs und
Jungmänner und Organisatoren beim Wettbewerb.
Gewinner werden gekürt, Listen ausgegeben, und der
Gabentempel ist klein, aber oho. (mehr
…)
Mittwoch, 25. Mai (Tag 4)
Ob der Teufel diesen Felsbrocken
geschleudert hatte, damals vor achthundert Jahren,
das ist wohl nicht mehr in Erfahrung zu bringen.
Aber, dass man auf solche Geschichten kommt, kann
man verstehen, wenn man da unten herumwandert, in
der Schöllenenschlucht. Heute ist, nebst meinen
virtuellen Mitwanderern, kaum einer hier. Das lässt
die Wucht der Natur noch gewaltiger erscheinen. (mehr
…)
Dienstag, 24. Mai (Tag 3)

Eine lange Strecke der Autobahn und der Reuss
entlanggegangen. Virtuelle Mitwanderer begleiten
mich. Ich teste für sie die Wassertemperatur, baue
Steinmännchen, streiche Rindern das Fell. Auf der
anderen Seite von Wasser- und Autofluss: Silenen. Da
wollen wir hin, die Sust besuchen, das Haus, wo in
alten Zeiten, als noch kein Zug durch den Berg
donnerte, die Säumer sich ausruhten und ihre
Lasttiere fütterten. (mehr
…)
Montag, 23 Mai (Tag 2)
nach, durch, um Erstfeld
Wir wandern also los! Ins Grau in den Regen, nein, wir nehmen besser den Bus in den Transitbereich. Fahren am Tunneleingang vorbei, hier irgendwo in den Felsen geht „es“ also rein. Schroffe Hänge, Erstfeld zerschnitten von den Transittangenten des vorletzten Jahrhunderts. Ein Ort sortiert an der Strecke mit mehr oder weniger verblichenen Hotels. Auf der anderen Seite der Eisenbahnlinie (mehr …)
Sonntag: 22. Mai (Tag1)
Das Schwingfest läuft natürlich
schon, um sechs ging es los, um neun bin ich da.
Alle anderen natürlich schon längst, die Tribünen
sind voll, die Schwinger am ackern, die Fahnenträger
schreiten gerade ins Festgelände ein. Die Sonne
strahlt, der Föhn rast, in kürzester Zeit bin ich
voll von Sägemehl, das kratzt überall. Kräftige
Jungmänner im Kampf. Lebendpreise: zwei sanfte Kühe,
eine Sonntagsstille zum Gottgedenken. Gleich kommt
Trixie. GD am morgen
Was hinter uns liegt, sehen Sie auf dieser Karte! Startpunkt unserer Reise ist das Schwingfest in Schattdorf. Über Silenen ins abseitigere Tal, weg vom Transit. Über den Berg direkt einen Weg nach Süden suchen. Irgendwo Fronleichnam feiern! Bauprojekte und Bahnhofsträume streifen. Über den Schneepass. In einer Gattabar abhängen, aber wo?! Achtung Absturz. Licht am Ende des Tunnels..., wo finden wir, oder suchen sie am besten, diese Heimat?
Am 4. Juni wird Trixie bei den Feierlichkeiten am Gotthard eintreffen und live für den inoffiziellen Festakt zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels im Konzert Theater Bern berichten.
Eine Produktion von Radio SRF und Gesine
Danckwart
Anina Barandun, Bernard Senn
Redaktion
Can Elbasi digitale Konzeption &
Realisation
Sebastian Quack Programmierung
Chat
Fabian Kühlein Sound / Hörspiel
Dank an Eva-Maria Bertschy, Konzert Theater Bern,
Britta Hansen, Lotte Sawatzki
Schreibt uns:
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